Dies ist die am 26. April 2004 ratifizierte Version 1.1. Sie ersetzt die am 5. Juli 1997 ratifizierte Version 1.0.
Debian, die Hersteller des Systems Debian GNU/Linux, haben den »Gesellschaftsvertrag« aufgestellt. Die Debian-Richtlinien für Freie Software (DFSG), Teil dieses Vertrages und ursprünglich als eine Menge an Verpflichtungen entwickelt, denen wir zustimmen, wurden von der Free-Software-Community als Basis der Open-Source-Definition übernommen.
Wir geben die Richtlinien, die wir verwenden, um zu bestimmen ob eine Arbeit »frei« ist, in dem »Die Debian-Richtlinien für Freie Software« genannten Dokument an. Wir versprechen, dass das Debian-System und alle dessen Komponenten entsprechend diesen Richtlinien frei sein werden. Wir werden Personen unterstützen, die freie und unfreie Arbeiten zu Debian erzeugen oder verwenden. Wir werden niemals das System von nicht-freien Komponenten abhängig machen.
Wenn wir neue Komponenten des Debian-Systems schreiben, so werden wir sie auf eine Art lizenzieren, die in Einklang mit den Debian-Richtlinien für Freie Software steht. Wir werden das uns bestmögliche System erstellen, so dass Freie Arbeiten weit verbreitet und genutzt werden. Wir werden Dinge wie Korrekturen, Verbesserungen und Anwenderwünsche an die ursprünglichen (»upstream«) Autoren weiterleiten, deren Arbeiten in unser System integriert wurden.
Wir werden unsere Fehlerdatenbank für alle Zeiten öffentlich betreiben. Fehlermeldungen, die von Personen online abgeschickt werden, werden unverzüglich für andere sichtbar.
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Anwender und der Gemeinschaft für Freie Software. Deren Interessen stehen an erster Stelle. Wir werden unsere Nutzer bei ihrer Arbeit mit den verschiedensten Rechnerumgebungen unterstützen. Wir haben nichts gegen unfreie Arbeiten die darauf abzielen, auf Debian-Systemen verwendet zu werden, oder versuchen eine Gebühr von Personen, die solche Arbeiten erstellen oder verwenden, einzufordern. Wir erlauben anderen, Distributionen zu erstellen, die das Debian-System und andere Arbeiten enthalten, ohne dafür irgendwelche Gebühren zu erheben. Um diese Ziele zu fördern, werden wir ein integriertes System von hoher Qualität anbieten, das die gerade beschriebene Nutzung nicht durch rechtliche Einschränkungen verhindert.
Wir wissen, dass einige unserer Anwender unbedingt Arbeiten einsetzen müssen, die nicht den Debian-Richtlinien für Freie Software entsprechen. Für solche Arbeiten haben wir die Bereiche »contrib« und »non-free« in unserem Archiv eingerichtet. Die Pakete in diesen Bereichen sind nicht Bestandteil des Debian-Systems, wurden aber trotzdem für den Einsatz mit Debian vorbereitet. Wir empfehlen den CD-Herstellern, die jeweiligen Lizenzbestimmungen der Pakete in diesen Bereichen zu studieren und selbst zu entscheiden, ob sie die Pakete mit ihren CDs verteilen dürfen. Obwohl unfreie Arbeiten nicht Bestandteil von Debian sind, unterstützen wir ihren Einsatz und bieten Infrastruktur für nicht freie Pakete an (z.B. unsere Fehlerdatenbank und die Mailinglisten).
Ein Bestandteil der Debian-Distribution darf durch seine Lizenz nicht verhindern, dass irgendjemand diese Software als Bestandteil einer Software-Distribution, die Programme aus den verschiedensten Quellen enthält, verkauft oder weitergibt. Die Lizenz darf keine Abgaben oder sonstige Leistungen für einen solchen Verkauf fordern.
Die Lizenz muss Veränderungen und weiterführende Arbeiten gestatten und es erlauben, dass diese unter den gleichen Lizenzbedingungen weitergegeben werden dürfen wie die Original-Software.
Die Lizenz darf die Weitergabe von verändertem Quellcode nur dann verbieten, wenn sie die Weitergabe von so genannten Patch-Dateien mit dem Quellcode erlaubt, die dazu dienen, das Programm vor seiner Herstellung zu modifizieren. Die Lizenz muss ausdrücklich die Weitergabe der aus dem veränderten Quellcode erzeugten Programme erlauben. Die Lizenz darf fordern, dass die veränderten Programme einen anderen Namen oder eine andere Versionsnummer tragen müssen. (Dies ist ein Kompromiss. Die Debian-Gruppe ermutigt alle Autoren, Veränderungen an Dateien sowohl im Quellcode als auch in Binärform zu erlauben.)
Die Lizenz darf keine Einschränkungen hinsichtlich des Einsatzbereichs vornehmen. Beispielsweise darf sie nicht verhindern, dass das Programm geschäftlich oder für genetische Forschungen verwendet wird.
Die mit einem Programm verbundenen Rechte müssen für alle gelten, die das Programm erhalten, ohne dass es für sie notwendig ist, eine zusätzliche Lizenz zu erwerben.
Die mit dem Programm verbundenen Rechte dürfen nicht davon abhängig sein, dass das Programm Teil des Debian-Systems ist. Falls das Programm aus der Debian-Distribution herausgenommen wird und ohne Debian genutzt oder vertrieben werden soll, ansonsten aber im Rahmen der Programmlizenz bleibt, so müssen alle Parteien, die das Programm bekommen, die gleichen Rechte haben, wie sie im Zusammenhang mit dem Debian-System gewährt wurden.
Die Lizenz darf keine Beschränkungen besitzen, die Auswirkungen auf andere Software hat, die mit diesem Programm weitergegeben wird. Beispielsweise darf die Lizenz nicht vorschreiben, dass alle anderen Programme auf dem gleichen Medium Freie Software sein müssen.
Die »GPL«, »BSD« und »Artistic« Lizenzen sind Beispiele für Lizenzen, die wir als »frei« betrachten.
Das Konzept, unseren »Gesellschaftsvertrag mit der Gemeinschaft für freie Software« aufzustellen, wurde von Ean Schuessler vorgeschlagen. Dieses Dokument wurde von Bruce Perens entworfen und von den anderen Debian-Entwicklern in einer einmonatigen E-Mail-Konferenz im Juni 1997 verfeinert, bevor es dann als öffentliche Richtlinie des Debian-Projekts akzeptiert wurde.
Bruce Perens entfernte später die Debian-spezifischen Teile aus den Debian-Richtlinien für Freie Software um »Die Open-Source Definition« zu erstellen.
Andere Organisationen können von diesem Dokument ableiten oder auf ihm aufbauen. Bitte erwähnen Sie das Debian-Projekt als Quelle, wenn Sie dies tun.
Dies ist die deutsche Übersetzung von »Debian's social contract with the free software community«. In Zweifelsfällen ist das englische Original maßgeblich.
SiSU, developed using
Ruby
on
Debian/Gnu/Linux
software infrastructure,
with the usual GPL (or OSS) suspects.
Better - "performance, reliability, scalability, security & total cost of ownership"
[not to mention flexibility & choice] use of and adherence to open standards (where practical and fair) and it is software libré.
Get With the Future
Way Better!